Wie entstehen eigentlich Augenringe?

Text von Gegen Augenringe Redaktion | 14.02.2019

Wie entstehen eigentlich Augenringe?

Augenringe lassen uns müde und krank aussehen. Die Haut um unsere Augen herum ist ganz besonders dünn. Dort befinden sich Lymphgefäße und Blutgefäße, sehr wenig Fettgewebe. Die charakteristische dunkle Färbung unter den Augen entsteht, weil die Blutgefäße durchschimmern. Je dunkler die Schatten, umso weniger sauerstoffreich ist das Blut in den Gefäßen. Je weniger Kollagen, Feuchtigkeitsdepots und Fettgewebe die Haut enthält, umso sichtbarer wird die unbeliebte Färbung. Gewisse Faktoren können Augenringe verstärken. Es gibt eine genetische Veranlagung, weshalb bei manchen Menschen Augenringe stark sichtbar sind. Die gute Nachricht: wir können durch einen gesunden Lebensstil in vielen Fällen die Ausprägung von Augenringen reduzieren.

Die häufigsten Ursachen von Augenringen

Schlafmangel ist ein bekannter Verursacher von Augenringen, wenn auch nicht der einzige. Durch die verkürzte Erholungsphase hat der Körper nicht genügend Zeit zur Verfügung, Stoffwechselprodukte über die Lymphe abzubauen. Flüssigkeit staut sich in den Lymphdrüsen, das Blut erhält nicht ausreichend Sauerstoff. Durch die Müdigkeit besitzen wir generell eine schlaffere Hautspannung und Gesichtsmimik, was das optische Erscheinungsbild von Augenringen zusätzlich betont.

Ein anderer Mangelzustand, nämlich an bestimmten Nährstoffen, kann schuld sein für das Entstehen von Augenringen. Eisen beispielsweise versorgt das Blut mit Sauerstoff. Liegt ein Eisenmangel-Zustand vor, verfärbt sich das Blut in den Gefäßen dunkel und tritt als Schatten unter den Augen auf. Frauen, die jeden Monat Blut verlieren, sind häufig betroffen. Ähnlich verhält es sich, wenn Vitamin-K-Mangel vorliegt: Vitamin K ist wichtig für die Blutgerinnung. Ist der Körper unterversorgt, kann eine Neigung zu Augenringen bestehen.

Menschen, die zu wenig trinken, sieht man den Flüssigkeitsmangel oft am fahlen Aussehen an. Der Haut fehlt die rosige Frische, sie verliert an Spannkraft, neigt zu Fältchen und Augenringen. Das Gewebe unter den Augen speichert in Depots Feuchtigkeit, die Haut wirkt prall. Ist nicht genügend Flüssigkeit vorhanden, sackt das Gewebe ein, die Blutgefäße sind deutlicher sichtbar.

Wer viel am Computer arbeitet, riskiert ein vermehrtes Auftreten der Augenschatten. Bei der Bildschirmarbeit werden die Muskeln im Augenbereich stark beansprucht, sie benötigen mehr Sauerstoff, das Blut zirkuliert stärker und die Gefäße scheinen intensiver durch die Haut.

Blutverdünnende Medikamente wie Aspirin erweitern die Blutgefäße. Medikamente mit blutverdünnenden Eigenschaften fördern das Entstehen von Augenringen.

Wenn wir altern, baut der Körper Zellen ab und nicht schnell genug neue wieder auf. Das Gewebe verliert an Stützkraft unter den Augen. Zusätzlich reduziert sich der Feuchtigkeitsgehalt der Hautzellen bei Belastung, Schatten sind stärker sichtbar als in jungen Jahren. Umso wichtiger ist es, genug Wasser zu trinken.

Bei einer genetischen Veranlagung zu Augenringen sind es in erster Linie nicht die Blutgefäße, die man sieht, sondern eine verstärkte Pigmentierung. In diesem Fall lassen sich die Schatten nicht durch Schlaf oder Ernährung beseitigen.

Zur Übersicht die häufigsten Ursachen von Augenringen

  • Schlafmangel
  • Nährstoffmangel (Eisen, Vitamin K)
  • Flüssigkeits- und Feuchtigkeitsmangel
  • Computerarbeit
  • Blutverdünnende Medikamente
  • Alterungsprozess
  • Erbliche Faktoren

Bei chronischen Augenringen den Arzt besuchen gehen

Augenringe können symptomatisch für bestimmte Krankheiten sein. Speziell bei Allergien, Leber-Erkrankungen (Hepatitis, Alkohol, Fettleber), Diabetes, Niereninsuffizienz oder Pfeiffer’schem Drüsenfieber bilden sich ausgeprägte Schatten. Sind die Augenringe chronisch und nicht durch Schlaf, frische Luft und gesunde Ernährung zu beseitigen, ist in jedem Fall ein Besuch beim Arzt ratsam.

Kann man dem Entstehen von Augenringen vorbeugen?

Ja, sofern keine erbliche Ursache vorliegt oder eine Krankheit eintritt. Ein gesunder Lebensstil beugt Augenringen in mehrfacher Hinsicht vor: ausreichend Schlaf bringt Sauerstoff ins Blut und setzt den Abbau von Schadstoffen in Gang; eine ideale Flüssigkeitszufuhr sorgt für die Durchfeuchtung des Gewebes unter den Augen und reduziert den Zellabbau; gesunde, ausgewogene Kost verhindert Mangelzustände; Alkohol in Maßen reduziert das Risiko sauerstoffarmen Blutes und ein nikotinfreies Leben schenkt uns gesunde Zellerneuerung.

Fazit

Augenringe kann viele Ursachen haben. Manche sind harmlos und leicht zu beseitigen, wie etwa Schlafmangel oder zu wenig Flüssigkeitszufuhr. Chronische Augenringe können jedoch ernste Hintergründe haben. Sie treten als Symptom von Krankheiten auf und machen einen Besuch beim Arzt ratsam. Bei einigen Menschen sind die Schatten unter den Augen aufgrund einer verstärkten Pigmentierung sichtbar und vererbt. Wer auf sich achtet, sich gesund ernährt und ausgeglichen lebt, kann das Erscheinungsbild von Augenringen vorbeugen.

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